Mal ehrlich, in wieviel Unternehmen ist den Wissensmanagement aktuell ein Thema? Und ich meine wirklich ein kontinuierliches, nicht nur eine zeitlich begrenzte Initiative...
Häufig existiert ja auch das weitläufige Mißverständnis, mit einem Tool wie zB. Sharepoint oder Confluence habe die Unternehmensführung genug für das Wissensmanagement getan. Gleichzeitig warnen gut aufgestellte HR-Abteilungen vor dem Motivationskiller und Kündigungsgrund "keine interne Wissensvermittlung" und den damit verbundenen sozialen Aspekten, das neue Mitarbeiter teilweise nicht so richtig in der Firma "ankommen".

Dabei ist es doch ein großer Widerspruch, wenn ein Unternehmen große Summen für Patente ausgibt, aber die überschaubaren Kosten für die technisch - organisatorische Einführung von Wissensmanagement nicht stemmen möchte. Das ist eine einseitige Sicht auf die "Assets" der Firma, hier glaubt man offenkundig das einmal patentiertes Wissen die größte Wertschöpfung darstellt.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? Wenn Sie zum Beispiel in Feedbackgesprächen mit Mitarbeitern ganz deutlich die oben genannte Rückmeldung bekommen, sollten Sie Ihre Wissensmanagementstrategie überprüfen. Auch geringe Effizienz kann ein Hinweis auf Probleme bei der Aufgabenbewältigung aufgrund mangelnden Wissens hindeuten.

Eine einfache und kostengünstige Art entsprechende Einsichten zu bekommen ist beispielsweise die Einrichtung einer anonymen Mitarbeiterumfrage, in welcher Sie ihre Mitarbeiter bewerten lassen wie einfach der Zugang zu wichtigen Informationen für sie ist.

Ist das Feedback eindeutig, sollten Sie sich zügig mit der Einführung bzw. Verbesserung ihres internen Wissensmanagements befassen. Wie oben bereits angedeutet, Wissensmanagement ist mindestens eine technisch organisatorische Maßnahme, also bedarf es neben entsprechenden Tools auch das Mindset bei Mitarbeitern, Wissen aktiv zu dokumentieren und unternehmensintern zu verbreiten. Einseitige Maßnahmen werden keinen schnellen bzw. wirksamen Erfolg bringen.

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